Mustangherde - Pryor Mountains
Mustangherde - Pryor Mountains
Barhufpflege in Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz
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Barhufpflege - Natural Hoofcare

Hufabdruck eines Mustangs am Rande der Pryor Mountains

Natural Hoofcare ist eine effektive und zugleich schonende Art der Hufbearbeitung. Der Begriff "Natural- Hoofcare" kommt aus den USA und wird dort von den Barhufspezialisten verwendet, welche sich bei der Hufbearbeitung am Mustanghuf als Vorbild für absolut gesunde Hufe orientieren.

Ich richte mich nach der am Barhuf-Institut/Hollfeld gelehrten Hufbearbeitungsmethode, welche auf den Forschungen und Erkenntnissen des amerikanischen Barhufexperten Pete Ramey beruht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Hufbearbeitungsmethoden versucht Natural Hoofcare nicht den Huf in einebestimmte Form und Stellung, welche durch theoretische Überlegungen begründet ist, zu bringen. Bei dieser Methode gibt der Huf die nötigen Informationen dafür, was gerade an Bearbeitung erforderlich ist. Hierdurch erhält wiederum der Organismus die notwendigen Impulse, um die Selbstheilungskräfte des Hufs zu aktivieren. Somit bekommt der Huf mit zunehmender Gesundung also automatisch die richtige Form und Stellung. Dies geht in der Regel sogar wesentlich schneller als wenn nach herkömmlichen Ansichten gearbeitet wird.

Oberstes Ziel ist dabei immer, dass das Pferd Freude am Laufen hat. Denn nur so ist gewährleistet, dass das Pferd die für eine Heilung oder Gesunderhaltung zwingend notwendige Bewegung bekommt. Wenn erforderlich kommen auch Hufschuhe zum Einsatz.

Bei Natural Hoofcare handelt es sich nicht um eine Spezialmethode zur Heilung kranker Hufe, sondern um ein auf alle Hufe anwendbares Prinzip. Es wird also an alle Hufe nach den gleichen Kriterien herangegangen.

Warum Barhuf?

Ganz einfach! Weil es der für unsere Pferde natürliche Zustand ist. Und durch die stabile und widerstandsfähige Hornkapsel sind Pferde mit einem idealen Allzweckschuh ausgestattet, welcher optimalen Grip auf nahezu allen Böden bietet und vor mechanischen und thermischen Einflüssen von Außen schützt.

Der Hufbeschlag ist eine Erfindung des frühen Mittelalters und mag in der damaligen Zeit evtl. erforderlich gewesen sein. Allerdings muss dies immer im Zusammenhang mit den Haltungsbedingungen gesehen werden, welche damals sicher nicht artgerecht waren. Es gibt auch heute noch Beispiele für Pferde, die barhuf im täglichen Arbeitseinsatz sind. Dies sind z.B. die Pferde der Gauchos in Südamerika oder der Nomaden in der Mongolei.

Der Hufbeschlag ist also nur ein Mittel zum Zweck, wie es im "Lehr- und Handbuch der Hufbeschlagskunst" von 1861 bereits nachzulesen ist:

 

Der Hufbeschlag ist eigentlich nur das Mittel, den möglichst größten Nutzen aus den Pferden zu ziehen;........

Ob der Hufbeschlag das Mittel ist, die Hufe gesund zu erhalten, das ist eine Frage, die man füglich verneinen kann; denn die Erfahrung hat gelehrt, daß, je länger das Beschlagen bei einem Pferde angewendet wird, namentlich auch je früher die Thiere beschlagen werden, ein um so nachtheiligerer Einfluß auf die Hufe ausgeübt wird.

 

Auch die Schadwirkung war also damals bereits hinlänglich bekannt. Dies ist in der heutigen Zeit leider in Vergessenheit geraten, sodass Huf- und Beinerkrankungen überwiegend mittels Beschlägen behandelt werden. Dies dient aber nur der schnellen Herstellung der Gebrauchsfähigkeit, nicht einer Heilung.

Will man eine wirkliche Heilung erreichen, ist dies nur Barhuf möglich. Denn nur so ist die grundlegende Voraussetzung für eine Heilung, nämlich eine optimale Durchblutung von Huf und Bein gewährleistet. Der scheinbare Nachteil ist der, dass eine Heilung länger dauert. Das heißt, man muss dem Pferd die hierfür notwendige Zeit zugestehen! Besser ist es natürlich, die Erkrankung gar nicht erst entstehen zu lassen. Auch hier ist das Barhuflaufen die Voraussetzung dafür.

 

 

              

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Barhufpflege

Sven Spies

Zum Baarstein 6

35759 Driedorf

 

Tel.: 01523/1940567

Email: sven@barhufpfleger.com

 

 

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